Asien und Ozeanien

Asien und Ozeanien (3)

Donnerstag, 10 April 2014 11:46

Zentralasien: Der Wasserkonflikt

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Der Ressourcenkonflikt in Zentralasien könnte der Funke sein, welcher die angespannte Situation in der Region in den offenen Krieg stürzt. Zu Beginn der 1990er Jahre fanden sich die nun unabhängigen zentralasiatischen Staaten in einer stark veränderten Umwelt wieder. Unter anderem ließ hierbei auch der Wegfall der sowjetischen Wasserregulierung ein Vakuum zurück, welches bis heute nicht gefüllt werden konnte. Konflikte über die Nutzung von Wasser gehören zu den bedeutendsten Sicherheitsrisiken der Welt – im Gegensatz zu den meisten Regionen, die unter Wasserkonflikten leiden, besitzt Zentralasien jedoch keinen Mangel an Wasser. Der zentralasiatische Wasserkonflikt fußt vielmehr auf strukturellen Mängeln, welche nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion Spannung und Gewalt zwischen den Staaten bewirken. Während Kirgisistan und Tadschikistan die Errichtung von Wasserkraftwerken als Chance auf Unabhängigkeit von Energieimporten und für wirtschaftlichen Aufschwung betrachten, fürchtet der usbekische Staatspräsident Islam Karimov die Dürre auf den usbekischen Baumwollfeldern und droht mit Krieg gegen seine Nachbarn. Auch die finanzielle Beteiligung der Weltbank und der Russischen Föderation am Bau der Staudämme lässt die gespaltene Region nicht zur Ruhe kommen.

Samstag, 01 Februar 2014 14:47

China: Ethnische Spannungen in der Inneren Mongolei

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Stellen innerstaatliche Konflikte den internationalen Aufstieg Chinas auf tönerne Füße? Die Zentralregierung in Peking sieht sich immer wieder mit heftigen Unruhen in ihren strategisch wichtigen Grenzregionen konfrontiert. Früher zeitweise unabhängig, kam es in den Regionen nach der Eingliederung in die Volksrepublik zu Sezessionsbestrebungen.

Samstag, 01 Februar 2014 10:28

Indonesien: Das Unabhängigkeitsbestreben der Region Aceh

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Während Indonesien eine hohe ethnische Heterogenität aufweist, ist die Bevölkerungszusammensetzung in der Region Aceh dagegen homogen. Die große Mehrheit der regionalen Einwohner sind Muslime. Bereits vor der Entstehung der GAM war die Region Aceh Schauplatz gewaltvoller Konflikte. Im 19. Jahrhundert wehrte sich das unabhängige Sultanat Aceh in einer langen Auseinandersetzung gegen die niederländische Einflussnahme (1873-1913). Im Jahr 1953 brach erneut eine Rebellion aus, nachdem die Region in die Republik Indonesien integriert wurde. Die Rebellen unter der Führung von Teungku Daud Beureueh forderten daraufhin mehr regionale Autonomie und eine Stärkung des Islams auf nationaler Ebene. Der hoch gewaltsame Konflikt endete im Jahr 1963 mit dem Angebot der Regierung, Aceh den Status einer special region zu gewähren. Dieser Status beinhaltete zusätzliche Autonomie im religiösen, kulturellen und bildungspolitischen Bereich. Mit der Machtübernahme General Haji Mohamed Suhartos wurde jedoch dieser Status wiederrufen.