Seit Mitte des Jahres 2011 breitete sich eine bis dato kaum bekannte Miliz im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRC) aus. Obwohl diese Miliz eine verheerende Wirkung auf die ländliche Bevölkerung hatte, wurde sie kaum in den nationalen und internationalen Medien erwähnt. Ursprünglich gründete sich die Miliz Raia Mutomboki („wütende Bürger“ auf Kisuaheli) als bewaffnete Selbstverteidigungsgruppe gegen die Forces Démocratiques pour la Libération du Rwanda (FDLR), eine bewaffnete Gruppe, die aus den extremistischen Interahamwe hervorging, die für den Genozid in Ruanda verantwortlich waren. Raia Mutomboki (RM) breitete sich ab 2011 sehr schnell in der Provinz Sud Kivu aus und drang sogar bis in südliche Distrikte der Provinz Nord Kivu vor. Die Selbstverteidigung artete in einen blutigen Streifzug aus, 2012 und 2013 massakrierten die Raia Mutomboki Hunderte von kongolesischen Zivilisten, meistens Hutu.

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