Ein US-Soldat unterweist im April 2007 im Zuge einer Ausbildungsmission nigrische Soldaten in taktischen Handzeichen.

Niger ist geographisches Zentrum eines gegenwärtig von Gewalt gezeichneten Krisengebiets, inmitten dessen einzig das Land unter Präsident Mahamadou Issoufou den Eindruck von Stabilität und Sicherheit erweckt. Nigers fragile Umgebung zeigt sich insbesondere an den jüngeren Entwicklungen in drei seiner Nachbarstaaten: Libyen, Mali und Nigeria. Wenngleich diese nicht zu unterschätzende Auswirkungen auf nigrische Angelegenheiten haben – man denke unter anderem an die hohen, nur mit ausländischer Unterstützung zu bewältigenden Flüchtlingszuströme –, fällt der Niger kaum in den Fokus medialer Aufmerksamkeit. Doch auch hier haben die gewaltsamen Aktivitäten islamistischer Gruppierungen in den vergangenen fünf Jahren bedenkliche Ausmaße angenommen, was nicht zuletzt mit der konfliktreichen nachbarstaatlichen Konstellation zusammenhängt.

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Seit Mitte des Jahres 2011 breitete sich eine bis dato kaum bekannte Miliz im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRC) aus. Obwohl diese Miliz eine verheerende Wirkung auf die ländliche Bevölkerung hatte, wurde sie kaum in den nationalen und internationalen Medien erwähnt. Ursprünglich gründete sich die Miliz Raia Mutomboki („wütende Bürger“ auf Kisuaheli) als bewaffnete Selbstverteidigungsgruppe gegen die Forces Démocratiques pour la Libération du Rwanda (FDLR), eine bewaffnete Gruppe, die aus den extremistischen Interahamwe hervorging, die für den Genozid in Ruanda verantwortlich waren. Raia Mutomboki (RM) breitete sich ab 2011 sehr schnell in der Provinz Sud Kivu aus und drang sogar bis in südliche Distrikte der Provinz Nord Kivu vor. Die Selbstverteidigung artete in einen blutigen Streifzug aus, 2012 und 2013 massakrierten die Raia Mutomboki Hunderte von kongolesischen Zivilisten, meistens Hutu.

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Montag, 09 September 2013 11:25

Tansania: Der Sezessionskonflikt Sansibars

 

Seit fast 20 Jahren kämpfen die Bewohner von Sansibar um die Unabhängigkeit der Insel von Tansania. In den letzten Jahren kam es zunehmend zu gewaltsamen Auseinandersetzungen um den Status Sansibars. Eine muslimisch Unabhängigkeits-vereinigung geht dabei brutal gegen die christliche Minderheit auf der Insel vor. Der Staat reagiert mit gewaltsamen Verhaftungen und will die muslimische Gruppe nun verbieten.

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