Florian

Seit etwa 2007 treten islamistische Kämpfer in Algerien unter dem Namen al-Qaeda in the Islamic Maghreb (AQIM) auf. Der bewaffnete Kampf gegen die Regierung, durch Selbstmordattentate, Bombenanschläge und Überfälle auf Sicherheitskräfte, zeichnet die Aktivitäten der Gruppe vor allem in Algerien aus. Die Regierung antwortete ihrerseits mit der Aufstellung von Anti-Terror Einheiten, Luftschlägen und regionalen Großoffensiven. In Teilen des Landes nehmen die Konfliktereignisse und Kampfhandlungen das Ausmaß eines begrenzten Krieges an. Betroffen sind dabei im Norden des Landes, die Region Kabylei sowie Gebiete im Süden in Grenznähe zu Mali, Mauretanien und Libyen. Das Auftreten AQIMs im Norden Afrikas eröffnete jedoch kein neues Konfliktgebiet, denn der Konflikt in Algerien besteht nicht erst seit dem Jahr 2007,  sondern begann schon vor mehr als 20 Jahren seinen Verlauf  zu nehmen.