Samstag, 01 Februar 2014 14:30

Simbabwe: Gewaltsame Krise zwischen Regierung und Opposition

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Simbabwe galt einst als Kornkammer Afrikas. Heute hat sich Simbabwe unter der autoritären Staatsführung des Präsidenten Robert Mugabe und seiner Partei Zimbabwe African National Union - Patriotic Front (ZANU-PF) zu einem von Armut, Lebensmittelknappheit und Gewalt geprägten Land entwickelt.

Im vergangenen Jahr wurde in den deutschen Medien über die umstrittenen Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in Simbabwe im Juli 2013 berichtet, als der autokratisch herrschende Robert Mugabe zum siebten Mal das Präsidenten-Amt antrat. Angesichts des Gewichtes, das europäische Sanktionsmaßnahmen für das afrikanische Land und dessen Bevölkerung haben, ist ein genauerer Blick auf die Gesamtheit der politischen Prozesse und die Konfliktentwicklung in Simbabwe lohnenswert. 

Samstag, 01 Februar 2014 10:28

Indonesien: Das Unabhängigkeitsbestreben der Region Aceh

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Während Indonesien eine hohe ethnische Heterogenität aufweist, ist die Bevölkerungszusammensetzung in der Region Aceh dagegen homogen. Die große Mehrheit der regionalen Einwohner sind Muslime. Bereits vor der Entstehung der GAM war die Region Aceh Schauplatz gewaltvoller Konflikte. Im 19. Jahrhundert wehrte sich das unabhängige Sultanat Aceh in einer langen Auseinandersetzung gegen die niederländische Einflussnahme (1873-1913). Im Jahr 1953 brach erneut eine Rebellion aus, nachdem die Region in die Republik Indonesien integriert wurde. Die Rebellen unter der Führung von Teungku Daud Beureueh forderten daraufhin mehr regionale Autonomie und eine Stärkung des Islams auf nationaler Ebene. Der hoch gewaltsame Konflikt endete im Jahr 1963 mit dem Angebot der Regierung, Aceh den Status einer special region zu gewähren. Dieser Status beinhaltete zusätzliche Autonomie im religiösen, kulturellen und bildungspolitischen Bereich. Mit der Machtübernahme General Haji Mohamed Suhartos wurde jedoch dieser Status wiederrufen.

Dienstag, 28 Januar 2014 15:16

Afghanistan: Der Kuchi-Hazara Konflikt

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Die Wurzeln des Konfliktes zwischen Kuchi-Nomaden und Hazara in Zentralafghanistan reichen bis in das Ende des 19. Jahrhunderts zurück. Seit 2007 hat sich der Konflikt um das Weideland in den Provinzen Wardak und Ghazni zunehmend verschärft und mündete immer wieder in gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Kuchi und Hazara. Trotz der Mediationsbemühungen von Seiten der afghanischen Regierung und der Vereinten Nationen ist der Konflikt bisher, sowohl rechtlich als auch politisch, ungelöst.

 

Seit fast 20 Jahren kämpfen die Bewohner von Sansibar um die Unabhängigkeit der Insel von Tansania. In den letzten Jahren kam es zunehmend zu gewaltsamen Auseinandersetzungen um den Status Sansibars. Eine muslimisch Unabhängigkeits-vereinigung geht dabei brutal gegen die christliche Minderheit auf der Insel vor. Der Staat reagiert mit gewaltsamen Verhaftungen und will die muslimische Gruppe nun verbieten.

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