Sonntag, 23 Februar 2014 18:39

Irak: Der Unabhängigkeitskonflikt in Kurdistan

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Mahnmal zur Erinnerung an die Todesopfer des irakischen Giftgasangriffs auf den hauptsächlich von Kurden bewohnten Ort Halabdscha am Ende des Ersten Golfkrieges.

Seit fast einem Jahrhundert kämpfen die Kurden im Irak um die Unabhängigkeit des im Norden des Landes gelegenen Kurdistans von der irakischen Zentralregierung. In den letzten Jahren kam es zunehmend zu politischen und ökonomischen Auseinandersetzungen um den Status Kurdistans. Dabei will die Zentralregierung die Unabhängigkeit und somit die mögliche Gründung eines kurdischen Staates verhindern, während die kurdische Autonomiebehörde durch die Erschließung ökonomischer Ressourcen versucht, weiter Druck auf die Zentralregierung bezüglich seiner Autonomiebestrebungen auszuüben.

Donnerstag, 20 Februar 2014 21:51

Was ist eigentlich Krieg?

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Obwohl kaum eine Nachrichtensendung ohne Meldungen über politische Gewalt oder sogar Kriege auskommt, wird scheinbar kaum darüber nachgedacht, was eigentlich der Unterschied zwischen diesen Konfliktformen ist oder ab wann man von einem Krieg sprechen kann oder sogar muss. Deutlich wurde diese Unsicherheit für die deutschsprachige Öffentlichkeit zuletzt, als im Jahre 2009 der damalige deutsche Verteidigungsminister zu Guttenberg vom Krieg sprach, der in Afghanistan herrsche und mit dieser Äußerung auf unerwartet große Zustimmung stieß. Bis dahin wurde von offizieller Seite der Kriegsbegriff vermieden und allenfalls von einer bedrohlichen Sicherheitslage gesprochen. Die Unsicherheit im Umgang mit dem Kriegsbegriff zeigt sich aber auch am anderen Ende der Gewaltskala. Denn schnell werden gewaltsame Ausschreitungen bei Großdemonstrationen in den Medien als „bürgerkriegsähnliche Zustände“ bezeichnet - selbst dann, wenn keine Menschen verletzt oder gar getötet werden und nur Schäden an Gebäuden und Sachen entstehen.

Sonntag, 16 Februar 2014 11:26

Der Bürgerkrieg in El Salvador

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Das El Salvador Civil War Memorial - auf mehreren hundert Metern Länge sind die Namen von 75.000 Menschen eingraviert, die während des Bürgerkrieges ums Leben kamen. (Quelle: http://www.flickr.com/photos/withonef/305180789/)

Vor fast genau 21 Jahren endete mit einem Friedensabkommen einer der blutigsten Bürgerkriege Lateinamerikas. Noch heute sind viele Menschen in El Salvador von den Erlebnissen des Bürgerkriegs traumatisiert und leiden unter dessen Folgen. Die Aufarbeitung und Aufklärung schwerster Menschenrechtsverletzungen gestalten sich bis heute als schwierig, da ein 1993 verabschiedetes Amnestiegesetz die Verantwortlichen für Menschenrechtsverletzungen während des Bürgerkriegs vor Strafverfolgung schützt. Die Amnestie ist bis auf wenige Ausnahmen bis heute gültig, trotz mehrerer Beschwerden bei der Generalstaatsanwaltschaft von  El Salvador und einem Urteil des interamerikanischen Gerichtshofs für Menschenrechte von 2012, welches die Verantwortung des salvadorianischen Staates für die Aufklärung der Menschenrechtsverletzungen feststellte.

Dienstag, 04 Februar 2014 12:36

Algerien: al-Qaeda in the Islamic Maghreb (AQIM)

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Seit etwa 2007 treten islamistische Kämpfer in Algerien unter dem Namen al-Qaeda in the Islamic Maghreb (AQIM) auf. Der bewaffnete Kampf gegen die Regierung, durch Selbstmordattentate, Bombenanschläge und Überfälle auf Sicherheitskräfte, zeichnet die Aktivitäten der Gruppe vor allem in Algerien aus. Die Regierung antwortete ihrerseits mit der Aufstellung von Anti-Terror Einheiten, Luftschlägen und regionalen Großoffensiven. In Teilen des Landes nehmen die Konfliktereignisse und Kampfhandlungen das Ausmaß eines begrenzten Krieges an. Betroffen sind dabei im Norden des Landes, die Region Kabylei sowie Gebiete im Süden in Grenznähe zu Mali, Mauretanien und Libyen. Das Auftreten AQIMs im Norden Afrikas eröffnete jedoch kein neues Konfliktgebiet, denn der Konflikt in Algerien besteht nicht erst seit dem Jahr 2007,  sondern begann schon vor mehr als 20 Jahren seinen Verlauf  zu nehmen.

Montag, 03 Februar 2014 00:02

"365 Tage - Vergessene Konflikte": Das Projekt

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Statistiken legen nahe, dass auch in diesem noch jungen Jahr 2014 etwa 40 Kriege weltweit ausgetragen werden, fast alle davon innerhalb von Staaten. In geschätzten weiteren 160 politischen Konflikten, welche nicht als Kriege klassifiziert werden, wird politische Gewalt zu beobachten sein, die ebenfalls Menschenleben fordert oder gefährdet. In etwa 90 anderen politischen Konflikten werden die Spannungen so groß sein, dass die betroffene Bevölkerung mit dem Ausbruch von Gewalt rechnen muss. Das heißt, mit großer Sicherheit werden in den kommenden Monaten tausende Menschen getötet oder schwer verletzt, die mühsam aufgebaute Infrastruktur wird zerstört und damit die Lebensgrundlage für nachfolgende Generationen. Darüber hinaus werden hunderttausende vor der Gewalt in ihren Heimatdörfern und -städten fliehen.

Samstag, 01 Februar 2014 14:47

China: Ethnische Spannungen in der Inneren Mongolei

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Stellen innerstaatliche Konflikte den internationalen Aufstieg Chinas auf tönerne Füße? Die Zentralregierung in Peking sieht sich immer wieder mit heftigen Unruhen in ihren strategisch wichtigen Grenzregionen konfrontiert. Früher zeitweise unabhängig, kam es in den Regionen nach der Eingliederung in die Volksrepublik zu Sezessionsbestrebungen.

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